Kioomars Musayyebi Quartett

Freitag, 23. November, 20 Uhr
Orientalisch-Europäische Weltmusik
Vier Musiker, die aus ganz verschiedenen Richtungen zusammengefunden haben, bilden gemeinsam das Kioomars Musayyebi Quartett. Christian Hammer, Erfan Pejhanfar, Nils Imhorst und Kioomars Musayyebi spielen Impressionen  orientalischer Melodien und Rhythmen vermischt mit europäischen Arrangements, Weltmusik mit Einflüssen aus dem Jazz. Der Schwerpunkt der Musik liegt auf den Kompositionen des iranischen Santurspielers Kioomars Musayyebi und den Arrangements des deutschen Gitarristen Christian Hammer. Die Kombination der Melodien und Instrumente fügt sich zu einem neuen Ganzen zusammen und es entsteht ein einzigartiger Sound. In dem Zusammenspiel und der Stimmung zwischen den Musikern liegt das, was das Kioomars Musayyebi Quartett ausmacht. So entsteht der Klang, der diese Band auszeichnet.

Kooperationsveranstaltung mit dem Musikverein Dorsten e.V.
Karten im VVK (15 Euro) bei Vereinte Volksbank, Südwall 23-25; Stadtinfo, Recklinghäuser Straße 20; online: shop.vb-dorsten.de; Abendkasse 18 Euro.

Ernsthaft locker bleiben mit Liederjan

Freitag, 26. Oktober, 20 Uhr

Mittlerweile sind sie schon gern gesehene Stammgäste im Cornelia-Funke-Baumhaus: Das muntere Trio Liederjan ist am 26. Oktober (Freitag), 20 Uhr, wieder Gast im Stelzenbau am Rathaus.

Diesmal wollen Jörg Ermisch, Hanne Balzer und Philip Omlor in ihrem Programm „Ernsthaft locker bleiben“. In ihren Liedern aus des Lebens Schatzkiste nehmen die Nordlichter mit lockerer Hand Alltagserscheinungen und sich selbst auf die Schippe. Mit ihrer hauseigenen Mischung aus Chanson, Folk, Kabarett und gehobenem Blödsinn singen sie von den großen Problemen unserer Zeit: Wie bringt man die Urne mit Onkel Torstens Asche nach Amsterdam, was lehren uns philosophische Betrachtungen von Kalenderblättern? Auch muss sich das Publikum auf eine Expedition mit Helene in den Harz (hurz!) und ernsthaftes Lockerbleiben unter verschärften gymnastischen Bedingungen einstellen.

Für alle Fälle wird auch ein Trostlied für stürmische Zeiten bereitgehalten. Dazu bedient sich Liederjan locker aus einem (fast) unerschöpflichen Fundus von Instrumenten: von Tuba und Akkordeon über Waldzither, Ukulele und Harmonium bis zu Saxophon, Konzertina und Singender Säge.

Karten 16 Euro, VVK in der Stadtinfo, Recklinghäuser Straße 20

„Tintenhühner“ surfen digital durch Dorsten

Die Erfolgsgeschichte geht weiter: Nach ihrem Triumph im Gründungsjahr 2017 surfen die „Tintenhühner“ jetzt in ihrem neuen Kabarettprogramm durchs digitale Dorsten. Vier ausverkaufte Vorstellungen im letzten Jahr – und auch in diesem Jahr sind die Eintrittskarten für die Tintenhühner-Show wieder heiß begehrt: Ganz ohne Werbung sind die Tickets für die ersten beiden Vorstellungstermine des neuen Programms im Cornelia-Funke-Baumhaus (3. und 5. 11.) bereits vergriffen. Aber zum Glück ist das Dorstener Kabarett mit seinem brandneuen Programm danach noch zweimal in der Petrinum-Aula, Im Werth 17, zu sehen. Und zwar am Donnerstag, 8. November, 19.30 Uhr und am Samstag, 10. November, 19 Uhr.

Der Besuch lohnt sich. Denn die zehn Akteure verheddern sich diesmal nach allen Regeln der Kleinkunst in den Fallstricken des worldwideweb. „Schöne neue Welt – durchs digitale Dorsten“ lautet der Titel einer bunten Nummern-Revue, in der die Tücken der Internet-Ära humoristisch ausgeleuchtet werden. Dabei zeigt sich, dass der Umgang mit Smartphone-Junkies und Computer-Feen auch komische Seiten hat. Und das Kommerz-TV und Fahrkarten-Automaten nicht nur Quellen des Ärgers, sondern sogar der Freude sein können. Zumindest für unbeteiligte Zuschauer.

Bissig-böse Reime

Neben turbulenten Sketchen, die von pikanten Gesprächen im Auto und an Frühstückstischen berichten und ins Dienstzimmer der DüPoDo – das ist die Dorstener Überwachungspolizei – führen, gibt’s bissig-böse Reime. Und Versionen großer Hits, wie sie die Welt so noch nie gehört hat.

Außerdem spielt natürlich die Stadt Dorsten eine wichtige Rolle. Alle elf Ortsteile kommen garantiert vor. Und wer wissen will, welche Ungetüme Deuten bedrohen, was Männern blüht, die am Kanal einer Joggerin nachpfeifen oder wer den neuesten Klatsch an einer Bushaltestelle auf der schönen Hardt erlauschen möchte, der darf diese denkwürdigen Kabarett-Abende auf keinen Fall verpassen.

Eintrittskarten gibt es allerdings noch nicht digital, sondern ausschließlich analog im Stadtinfo-Büro in der Recklinghäuser Straße 20. Die zehn Euro sind gut angelegt. Nicht nur für das Training der Lachmuskeln, sondern auch für die Jugendarbeit des Cornelia-Funke-Baumhaus-Vereins. Denn der Veranstaltungserlös dient in Gänze dazu, Lesefreude von Kindern zu wecken und ihre kreativen Talente zu fördern.

 

Bücherherbst – Neues aus der Welt der Literatur

Dienstag, 23. Oktober, 19.30 Uhr
Wer wissen will, was an lesenswerter Literatur neu erschienen ist, muss dafür nicht extra zur Frankfurter Buchmesse fahren. Fachfrau Regina Schwan hat die Fülle der aktuellen Verlagsangebote gesichtet und stellt die interessantesten Entdeckungen vor. Ihr zur Seite steht das bewährte Baumhaus-Team, das den Abend mit kurzen heiteren Geschichten würzt.

Karten (5 Euro), VVK Stadtinfo, Recklinghäuser Straße 20, Buchhandlung „Schwarz auf Weiß“, Freiheitsstraße 3 und Abendkasse

Vergessene Kinderspiele aus dem Ruhrgebiet

Donnerstag, 4. Oktober, 19.30 Uhr
„Das Bollerrad muss bollern, der Knicker, der muss rollern“
Wer in den 40er bis 70er Jahren aufgewachsen ist, der kennt diese Verse: „Eins, zwei, drei, vier, Eckstein. Alles muss versteckt sein. Hinter mir, da gildet nich. Eins, zwei, drei, ich komme!“
Es gibt Kinderspiele – nein, es gab sie –, die spurlos verschwunden sind. Und mit ihnen ein Stück Kulturgut. Unser technischer Fortschritt hat sie weggefegt, ersatzlos gestrichen.
Lars von der Gönna und Werner Boschmann entführen ihre Zuhörer auf die Hinterhöfe und Wohnstraßen einer vergangenen Zeit: zu Pitschendopp und zu Knickerspiel, zum Bollerradfahren und zum Rollschuhlaufen, zum Hinkeln und zum Seilchenspringen, zum Kinderschützenfest und zu Tanzspielen. Zu albernen und kessen Sprüchen und Liedern. Sie lesen aus dem Buch von Helmut Spiegel (1932–2014) „Das Bollerrad muss bollern, der Knicker, der muss rollern. Vergessene Kinderspiele aus dem Ruhrgebiet“. Und: Es darf auch richtig gespielt werden. Versprochen!

Lars von der Gönna ist Kulturredakteur bei der WAZ; Werner Boschmann verlegt Ruhrgebietsliteratur.

Karten (8 Euro) im VVK, Stadtinfo, Recklinghäuser Straße 20.

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