Vergessene Kinderspiele aus dem Ruhrgebiet

Donnerstag, 4. Oktober, 19.30 Uhr
„Das Bollerrad muss bollern, der Knicker, der muss rollern“
Wer in den 40er bis 70er Jahren aufgewachsen ist, der kennt diese Verse: „Eins, zwei, drei, vier, Eckstein. Alles muss versteckt sein. Hinter mir, da gildet nich. Eins, zwei, drei, ich komme!“
Es gibt Kinderspiele – nein, es gab sie –, die spurlos verschwunden sind. Und mit ihnen ein Stück Kulturgut. Unser technischer Fortschritt hat sie weggefegt, ersatzlos gestrichen.
Lars von der Gönna und Werner Boschmann entführen ihre Zuhörer auf die Hinterhöfe und Wohnstraßen einer vergangenen Zeit: zu Pitschendopp und zu Knickerspiel, zum Bollerradfahren und zum Rollschuhlaufen, zum Hinkeln und zum Seilchenspringen, zum Kinderschützenfest und zu Tanzspielen. Zu albernen und kessen Sprüchen und Liedern. Sie lesen aus dem Buch von Helmut Spiegel (1932–2014) „Das Bollerrad muss bollern, der Knicker, der muss rollern. Vergessene Kinderspiele aus dem Ruhrgebiet“. Und: Es darf auch richtig gespielt werden. Versprochen!

Lars von der Gönna ist Kulturredakteur bei der WAZ; Werner Boschmann verlegt Ruhrgebietsliteratur.

Karten (8 Euro) im VVK, Stadtinfo, Recklinghäuser Straße 20.

Konzert mit Liz & Taylor

Freitag, 5. Oktober, 19.30 Uhr
Ships in the Night
Stimme und Gitarre: So setzt sich die simple Formel des Akustik-Duos „Liz & Taylor“ zusammen. Sie sind emotional, voller Nähe, mal leise, mal spannend, und immer mit überraschenden Momenten. Face to Face präsentieren der Gitarrist Jürgen Geppert und die Sängerin Petra Stief einfach erfrischend handgemachte Hörerlebnisse. Mit dem klaren Wunsch, das Publikum auf einen gemeinsamen Streifzug durch die großen und kleinen Lieblingssongs der alten und neuen Pop- und Rockgeschichte mitzunehmen, changieren ihre Auftritte zu intimen „Wohnzimmerkonzerten“. Eine kleine Erlebnisinsel, die nicht massentauglich sein will. Anstatt die vorhersehbaren Original-Cover über den Bühnenrand zu werfen, überzeugen Liz & Taylor mit ihren eigenen Interpretationen und Arrangements bekannter und unbekannter Songs. Ohne Spektakel und doppelten Boden kann man sich auf feine, erdige, handgemachte Livemusik freuen.

Karten (10 Euro) im VVK Stadtinfo, Recklinghäuser Straße 20

Rainer Strecker liest Cornelia Funke

Freitag, 28. September, 19.30 Uhr, VHS-Forum

Als Hörbuchsprecher der „Tintenherz-Trilogie“ ist Rainer Strecker zur kongenialen Stimme von Cornelia Funkes Romanen geworden. Am 28. September (Freitag), 19.30 Uhr, ist die „Zauberzunge“ in Dorsten live zu hören. Der Schauspieler, der sonst auf vielen deutschen Bühnen und im Fernsehen (unter anderem im „Tatort“) zu sehen ist, kommt auf Einladung von Stadtbibliothek und Cornelia-Funke-Baumhaus am letzten Freitag im September ins VHS-Forum, Bildungszentrum Maria Lindenhof, Im Werth 6.

Bei seinem Dorstener Gastspiel liest er allerdings nicht aus der Tintenherz-Trilogie, sondern aus Cornelia Funkes „Reckless – Das goldene Garn“. Strecker verleiht den Figuren durch seine Modulation einen unverwechselbaren Charakter und zieht seine Zuhörer mit in die fantastischen Welten hinein, also ein absoluter Hörgenuss.

Rainer Strecker wird aber nicht nur vorlesen, sondern aus dem Nähkästchen über seine Zusammenarbeit mit Cornelia Funke plaudern, die er schon seit vielen Jahren kennt. Und wie er Frau Funke in ihrem Garten mit Hubschrauber und Polizeimegafon erschreckt hat, wird er auch verraten. Denn er ist ein Kenner der neuen Heimat von Cornelia Funke, Los Angeles, was der Reiseführer bezeugt, den er über seine zweite Heimat neben Berlin geschrieben hat. Auch daraus wird er eine Kostprobe servieren.

Die Veranstalter – Stadtbibliothek und das Cornelia-Funke-Baumhaus – freuen sich, Rainer Strecker als profunden „Funke-Kenner“ in Cornelias Heimatstadt begrüßen zu dürfen.

Karten im VVK 12 Euro in der Stadtbibliothek und im Kulturbüro, Im Werth 6, und in der Stadtinfo, Recklinghäuser Straße 20.

Geliebter Fluss – Lesung mit Gabriele Reiß

Donnerstag, 20. September, 19.30 Uhr

Einen Fluss begleiten, von ihm lernen und sich inspirieren lassen – lange hatte Gabriele Reiß (64) von dieser Idee geträumt. Angeregt durch Hermann Hesses „‚Siddartha“, dessen Schicksal sie als junge Frau bewegt hatte, machte sie sich schließlich mit ihrem Holland-Fahrrad auf den Weg, reiste 16 Tage lang an der Seite des Inn, 550 km von Passau nach Maloja (Engadin/Schweiz), wobei sie ihr Gefährt oft schieben musste.
Am 17. Tag stieg sie zu Fuß zum Inn-Ursprung auf. In den vielen stillen Stunden des Alleinseins lernte sie das Wesen des Flusses kennen, seine Rolle im Naturkreislauf, und sie begab sich auch auf eine innere Reise, in die Geschichte ihrer Generation, in fortgeflossene Zeiten ihres Lebens. Neue Horizonte taten sich auf und sogar der Quell, den sie von Kindheit an in sich spürte.
Karten im VVK (5 Euro) Stadtinfo, Recklinghäuser Straße 20

 

Mit „Ruhrgebietchen“ in die neue Saison

„Ruhrgebietchen“ – Mit der Erstvorstellung des neuen „Ruhrpott-Buches“ aus dem Bottroper Verlag Henselowsky/Boschmann starten wir am 6. September, 19.30 Uhr, in die neue Saison. Wir freuen uns auf Werner Boschmann, Chefredakteur Hermann Beckfeld (Foto), der gewohnt locker flockig durchs Programm führt und einigen Autoren, die ihren „Buchstaben-Senf“ zum Buch dazugetan haben und an diesem Abend ihre Beiträge über das Liebens- und nicht Liebenswerte ihres Ruhrgebietes zum Besten geben. Apropos Senf: Frikadellen gibt es auch. Passt ja irgendwie!

Karten (5 Euro) im VVK in der Stadtinfo, Recklinghäuser Straße 20.

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