Leises Schmunzeln bis lautes Lachen

Samstag, 14. Juli um 19 Uhr im Amphitheater der Stadtkrone

Heitere Lesung mit den „Tintenhühnern“

Als Stadtkrone blüht der Freizeitpark Maria Lindenhof als Bürgerpark in diesem Jahr richtig auf – Grund genug für die Baumhaus-Kabarettgruppe die Themen „Garten und Natur“ zum Gegenstand einer heiteren Lesung im Amphitheater zu machen.

Bei freiem Eintritt sind dazu alle, die Spaß haben wollen, am Samstag, 14. Juli, ab 19 Uhr eingeladen. Vom leisen Schmunzeln bis zum lauten Lachen wird es an diesem Abend reichlich Grund geben, versprechen die Organisatoren. Denn die „Tintenhühner“, die gegenwärtig an ihrem zweiten Programm arbeiten, schmücken sich für die Stadtkrone mit fremden Federn. Dazu haben Lisa Ulfkotte, Manfred Lauffs, Lambert Lütkenhorst, Hans-Georg Karl und Klaus-Dieter Krause vergnügliche Gedichte und Texte zusammen gestellt, die nicht nur Hühner zum Gackern bringen.

Bekannte Größen

So wird heitere Lyrik von bekannten Größen wie Heinz Erhardt, Ringelnatz und Otto Waalkes ebenso zu hören sein, wie witzige Poesie von Thomas Gsella oder Arezu Weitholz. Und wenn Frank Goosen in die Abgründe des Schrebergartenlebens blickt, Jan Weiler einen Feldzug gegen Schnecken führt oder Axel Hacke den Pinguin unter die Lupe nimmt, gibt es garantiert etwas zu lachen.

Sollten dunkle Regenwolken aufziehen, findet die Lesung trotzdem statt. Dann ziehen Akteure und Publikum in das benachbarte Gebäude der Verkehrsschule um.

 

 

Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Sonntag, 8. Juli, 17 Uhr, Garten des Jüdischen Museums

Lesung über den politischen Witz

Kennen Sie den? „Treffen sich zwei Jäger. Beide tot!“ Wenn es am 8. Juli (Sonntag) heißt: „Soll das ein Witz sein?“, werden die Zuhörer diesen makabren Scherz zwar nicht zu hören bekommen. Dennoch könnte ab und zu das Lachen im Halse stecken bleiben. Im Garten des Jüdischen Museums an der Julius-Ambrunn-Straße geht es an diesem Tag ab 17 Uhr um den politischen und den jüdischen Witz.

Die Kooperationsveranstaltung des Museums mit dem Cornelia-Funke-Baumhaus-Verein ist gleichzeitig eine Premiere. Denn am 8. Juli startet das Baumhaus eine neue Reihe: Künftig sollen private und öffentliche Gärten gelegentlich Schauplatz literarischer Veranstaltungen werden.

Zum Auftakt befassen sich Bertold Hanck, Wolfgang Gorniak, Hans-Georg Karl und Klaus-D. Krause mit einem Thema, das neben der heiteren auch eine sehr ernste Seite hat. Denn den Erzählern von politischen Witzen – im Dritten Reich „Flüsterwitze“ genannt – drohten unter dem Nazi-Regime und in der DDR mitunter ein schlimmes Schicksal, falls sie die falschen Zuhörer hatten.

Dass aber Lachen befreiend wirken und ein fast unerträgliches Leben erträglicher machen kann, dafür ist der jüdische Witz das beste Beispiel. Denn gerade ein in viele Länder verstreutes, entwurzeltes Volk, dem zwei Jahrtausende lang übel mitgespielt wurde, hat einen einzigartigen Humor entwickelt. Ausgewählte Beispiele werden deutlich machen, warum für viele Juden die Devise galt: Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Karten 5 Euro, im Jüdischen Museum Westfalen, Julius-Ambrunn-Straße 1 und in der Stadtinfo, Recklinghäuser Straße 20

 

 

Zeitlos und unvergessen

Freitag, 6. Juli, 19 Uhr, Lesehof der Stadtbibliothek
Erinnerung an bedeutende literarische Jubilare 2018

Es ist zur guten Tradition geworden, dass man alljährlich in Dorsten der Literaten gedenkt, die ein runder Geburtstag oder Todestag erneut ins Ge-

spräch bringt. Auch 2018 laden dazu das Cornelia-Funke-Baumhaus, die Musikschule, das Kulturbüro und die Stadtbibliothek gemeinsam ein. Am 6. Juli (Freitag) beginnt die Veranstaltung um 19 Uhr im baumbeschatteten Lesehof der Stadtbücherei auf Maria Lindenhof, bei Regen drinnen.

Ein bewährtes Team wird an diesem Abend Leben und Werk von Literaten ins Gedächtnis rufen, deren Bücher es wert sind, auch heute noch viele Leser zu finden. Diesmal reicht das Spektrum von der Lyrik über den politisch ambitionierten Roman bis hin zu heiterer Jugendliteratur.So wird Bertold Hanck deutlich machen, warum die Gedichte von Friedrich Hölderlin viel zu schade sind, um in Vergessenheit zu geraten. Hans-Georg Karl befasst sich mit Hans Fallada, dessen autobiografisch geprägte Romane, wie „Wer einmal aus dem Blechnapf frisst“, das Leben gescheiterter Existenzen und Trinker sezieren.

Literaturnobelpreisträger Alexander Solschenizyn und dessen Abrechnung mit einem unmenschlichen System bringt Wolfgang Gorniak den Zuhörern näher.Damit es nicht zu düster wird, erinnert Regina Schwan an eine Schriftstellerin, die früher fast alle kleinen Bücherfreunde in ihren Bann zog: Enid Blyton beherrschte lange vor Joan K. Rowling die Kunst, spannende Geschichten für Kinder und Junggebliebene zu verfassen. Klaus-D. Krause holt dann abschließend die Bücher von Arnold Zweig hervor. Dessen literarische Aufarbeitung des Ersten Weltkrieges ist durch ihre Charakterstudien gerade gegenwärtig wieder erschreckend aktuell.Natürlich gehört es in der Reihe „Zeitlos und unvergessen“ zum guten Ton, dass die Musikschule Dorsten den Abend musikalisch umrahmt. Welche Komponisten-Jubilare dazu diesmal ausgewählt werden, davon können sich die Besucher überraschen lassen!

Karten 5 Euro in der Stadtinfo, der Stadtbibliothek und an der Abendkasse

Mortuusstella – Premiere der Zauberzungen

Samstag, 30. Juni, 19.00 Uhr im Baumhaus

 

Mortuusstella“ – zu diesem ungewöhnlich klingenden Namen fällt wohl am ehesten „Lateinern“ etwas ein: mortuus = tot, stella = Stern – also: toter Stern? Wer neugierig geworden ist, sollte die Premierenaufführung der „Zauberzungen“ besuchen. Am 30. Juni, (Samstag) 19 Uhr, bringen die jugendlichen Akteure der Baumhaus-Theatergruppe ihr neues Theaterstück „Mortuusstella“ auf die Bühne des Cornelia-Funke-Baumhauses, Halterner Straße 5.

Die intensive Probenphase läuft, das Lampenfieber steigt. Unter der Regie von Jacqueline Reese haben sich die „Zauberzungen“ die nachdenkliche und spannende Geschichte von A bis Z selber ausgedacht. Schauplatz ist der Heimatplanet einer fernen Zivilisation, Mortuusstella. Er ist zerstört. Umweltkatastrophen und Kriege machen das Leben auf dem Planeten zukünftig unmöglich. Doch die Anzahl rettender Raumschiffe ist begrenzt. Nur eine geringe Anzahl von Stellianern schafft es, sich zu retten. Wohin soll die Reise gehen, auf die Erde? Wie werden sie von den Erdbewohnern wohl empfangen?

Die Premiere wurde aus organisatorischen Gründen vom 23. auf den 30. Juni (19 Uhr) verschoben. Es gibt noch wenige Karten: Eintritt 3 Euro für Kinder und Jugendliche, 5 Euro Erw. Kartenreservierung im Baumhaus: Tel. (02362) 66 5550 (AB), Mail: mail@cornelia-funke-baumhaus.de

 

 

Meine Rebellion im Stasi-Staat

Dienstag, 12. Juni, 19.30 Uhr im Baumhaus

 

Mischa (Michael) Naue – geboren 1963 in Ost-Berlin – ist am 12. Juni (Juni), 19.30 Uhr, im Cornelia-Funke-Baumhaus, Halterner Straße 5, zu Gast. Dort liest er aus seinem Buch „Gefangen mit Buddha. Meine Rebellion im Stasi-Staat“ und steht auch für Fragen zur Verfügung.

Michael Naue wollte sich bereits als Jugendlicher nicht den Zwängen der sozialistischen Gesellschaft anpassen. Er geriet so in Konflikt mit staatlichen Autoritäten: Öffentliche Tadel und Drangsalierungen der Lehrer prägten seinen Schulalltag.

Frühzeitig musste er die Schule verlassen und als 14-Jähriger eine Lehre als Gleisbauer beginnen. Durch Ausübung seiner buddhistischen Lebensanschauung wurde der Staatssicherheitsdienst auf ihn aufmerksam.

Miserable Arbeitsbedingungen in der Lehrzeit, Kulturzensur der Behörden sowie Schwierigkeiten bei der eigenen Wohnungssuche und beruflichen Umorientierung veranlassten ihn, seine Flucht aus der DDR zu planen. Ein Versuch über Ungarn scheiterte im November 1983.

Einen Monat später versuchte er, über die innerstädtische Grenze nach West-Berlin zu gelangen. Der Staatssicherheitsdienst verhaftete ihn. Verurteilt wegen „ungesetzlichem Grenzübertritt“ zu einer Haftstrafe von zwei Jahren, war er von April bis Dezember 1984 in der Strafvollzugseinrichtung Naumburg eingesperrt. Zuvor verbrachte er vier Monate in der Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit in Berlin-Hohenschönhausen.

Im Dezember 1984 gelangte er im Rahmen des Häftlingsfreikaufs in die Bundesrepublik. Im November 2015 gründete er die Initiative „Erinnerungsort Gefängnis Naumburg“ und arbeitet als Referent für politische Bildung. Seine Geschichte ist Inhalt seines Buches.

Eine Kooperation von Cornelia-Funke-Baumhaus mit Amnesty International. Karten (7 Euro) gibt es in der Stadtinfo, Recklinghäuser Straße 20.

 

 

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